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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Mittwoch
28.Jun 2017
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Umdenken muss von unten kommen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Donnerstag, 10. Januar 2008

ImageNur erneuerbare Energien und Energieeinsparung können vor einer Energiekatastrophe retten; Zeitungsartikel über Atomkraftwerk Brombachsee. Auch in Pappenheim lückenlose Versorgung mit erneuerbaren Energien möglich. Versiegelte Flächen und Dächer nutzen. Bewusstsein der Bevölkerung muss geschärft werden.
Schon lange, so eröffnete Gerd Leinweber vor knapp 40 Zuhörern den Informationsabend der Freien Wähler, in der Herwig Hufnagel für den Solarenergie Förderverein Deutschland e.V. eine allumfassende Versorgung mit erneuerbaren Energien konzeptionell vorstellte.
080110_energie-02.jpgObwohl recht wenig Pappenheimer Interesse zeigten, an diesem brisanten Thema, war es doch erfreulich, dass Stadtratsmitglieder und Stadtratskandidaten aus allen Fraktionen gekommen waren. Auch 1. Bürgermeister Peter Krauß und der SPD-Landratskandidat Uwe Döbler wollten sich von Herwig Hufnagel die Möglichkeiten erneuerbarer Energien aufzeigen lassen. Denn Gerd Leinweber legte namens der Freien Wähler nochmals größten Wert auf die Feststellung, dass diese Informationsveranstaltung nicht als Wahlkampf- sondern als überparteiliche Informationsveranstaltung schon lange geplant ist und auch als solche verstanden werden soll..

Herwig Hufnagel, ein früherer Pappenheimer, der heute in Meinheim lebt, schilderte in seinem kompakten Vortrag zunächst die Problematik der Energieversorgung wobei die zu erwartende Explosion des Ölpreises einen breiten Raum einnahm.
Aufgezeigt wurden der heutige Energieverbrauch und die unabdingbare Notwendigkeit den Energieverbrauch durch Einsparungen, für die es vielfältige Möglichkeiten für jeden einzelnen gibt, zu verringern. Lösungsansätze gehen nach den Darstellungen des Referenten die vom Einsatz energiesparender Glühbirnen, über die Wärmedämmung der Wohnhäuser, der Nutzung von solargetriebenen Fahrzeugen bis zur Güterbeförderung durch die Bahn.

Bei der Erläuterung verschiedenster Energiequellen zeigte der Referent auch einen Zeitungsartikel des Weißenburger Tagblatt aus dem November 1971 der mit dem Titel „Atomkraftwerk Brombachsee“ überschrieben war. Damals gab es tatsächlich Planungen oder zumindest Überlegungen im Bereich des heutigen fränkischen Seenlandes einen Reaktor zur Energiegewinnung zu errichten.
Alle Arten der regenerativen Energien wurden erörtert und die Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsgrade aufgezeigt. Interessant und aufschlussreich waren Hufnagels Ausführungen im Zusammenhang mit der Gewinnung von Solarenergie: „Wir sind absolut gegen die Solaranlagen als Freiflächenalagen in der Natur“ führte Hufnagel aus. „Solarzellen gehören auf das Dach oder auf versiegelte Flächen, wie Park- und Lagerplätze.“ Nach den Vorstellungen des Referenten könnten die Solarzellen dort gleichermaßen als Sonnen und Regenschutz dienen.
080110_energie-03.jpgUm eine gesamtheimliche Versorgung mit regenerativen Energien zu erreichen, sei es notwendig einen Energiemix aus den verschiedenen Möglichkeiten zu schaffen. Für Pappenheim beispielsweise sei neben der Solarenergie auf Dachflächen die Nutzung der Geothermie eine ideale Lösung weil dadurch die feingliedrige Landschaftsstruktur unserer Region nicht beeinträchtigt wird. Es habe in den sechziger Jahren aus anderen Gründen schon Tiefenbohrungen gegeben und man habe damals schon festgestellt, dass Wasser mit einer hohen Temperatur relativ leicht zu fördern ist.

Neben der Energieeinsparung sei auch ein Umdenken bei der Energienutzung notwendig. Waschmaschinen und Geschirrspüler solle man erst dann in Betrieb setzen wenn die notwendige Energie in zu günstigen Bedingungen in ausrechendem Maße vorhanden ist.

Bürgermeister Krauß bedankte sich bei dem Referenten und konstatierte, dass es bei der Umstellung auf erneuerbare Energien wichtig sei jeden einzelnen Bürger zu sensibilisieren. Es sei noch nicht in der Köpfe der breiten Bevölkerung eingedrungen, dass man in Sachen Klimawandel vor einer Katastrophe stehe. Engagierte Vorträge wie die von Herwig Hofnagel seien bestens dazu geeignet, das wissen um die Chance mit den regenerativen Energien in das Bewusstsein jedes einzelnen zu bringen.
Der Referent ein sehr engagierter Idealist, zeigte auch auf, dass er in seinem privaten Lebensbereich schon jetzt ausschließlich erneuerbare Energien nutzt. Angereist war er demnach auch mit einem Elektrofahrzeug.
 
 

 
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