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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Donnerstag
30.Mr 2017
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Große Überraschung beim Brauereihoffest PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Montag, 14. Juli 2014

ImageMit einem neuen Feuerwehrfahrzeug wurden die Kammeraden der Freiwilligen Feuerwehr bei ihrem traditionellen Brauereihoffest überrascht. Der ausgemusterte Rüstwagen der Patenwehr aus Burgstall in Südtirol soll nun in den Fahrzeugbestand der Bieswanger Wehr übergehen. KBI lobt die Anschaffung als eine Bereicherung für den gesamten Brandkreis.
ImageWieder war das traditionelle Brauereihoffest der Freiwilligen Feuerwehr Bieswang ein Fest mit ganz besonderem Ambiente. Trotz unsicherer Wetterlage waren auch in diesem Jahr sehr viele Gäste aus der Region in den Firmenhof der Brauerei Wurm gekommen. Für den passenden Ton sorgte in diesem Jahr die Stadtkapelle Treuchtlingen unter der Leitung von Günther Hüttinger.
Bei der Begrüßung der Gäste durch 1. Kommandant Dieter Reitlinger wurde deutlich, dass dieses Fest sein Einzugsgebiet bis in den Raum Ingolstadt hat, denn auch eine Stammtischgemeinschaft aus Pettenhofen war nach Bieswang gekommen. Weitere Gäste begrüßte Kommandant Reitlinger, aus Dollnstein, Bergheim und  Schönfeld.
Reitlinger begrüßte seinen Amtsvorgänger und Ehrenkommandanten Helmut Gronauer und die Ehrenmitglieder der Bieswanger Wehr. Aus der Kommunalpolitik waren Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn und eine stattliche Anzahl von Stadträten unter den Besuchern und auch der 2. Bürgermeister Richard Zäh aus der Nachbarstadt Treuchtlingen war da.
Sein ganz besonderer Gruß allerdings, galt der 9-köpfingen Delegation, den Feuerwehrkameraden aus der südtiroler Gemeinde Burgstall (bei Meran). Mit der Feuerwehr in Burgstall verbindet die Bieswanger Wehr eine nun schon über 40 Jahre andauernde Freundschaft und Patenschaft.
ImageUnd die südtiroler Delegation mit ihrem Kommandanten Sebastian Klotz-Pertoll an der Spitze ist bei Festbeginn mit einer handfesten Überraschung im wahrsten Sinne des Wortes aufgefahren. Niemand hatte es gewusst, dass die Freunde aus Südtirol ein Feuerwehrfahrzeug mitbringen, das demnächst den Fahrzeugbestand der Freiwilligen Feuerwehr Bieswang ergänzen soll.

Bekannt war zwar, dass die Bieswanger Wehr ein Fahrzeug aus dem Bestand der Südtiroler Patenwehr übernehmen wird, aber mit diesem Liefertermin hatte keiner in Bieswang gerechnet. Vor Wochenfrist hatte ein Fraktionsrat bei der Stadt Pappenheim die Übernahme des Fahrzeuges vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates beschlossen und der Bieswanger Wehr grünes Licht für die Anschaffung des Fahrzeuges gegeben.

Eine spannende Geschichte
Am Florianifest (Anfang Mai) dieses Jahres wurde bei der Feuerwehr Burgstall ein neues Feuerwehrfahrzeug eingeweiht. Das ausgemusterte  Rüstfahrzeug ein Magirus Deutz hat  zwar schon 33 Jahre auf dem Buckel, hat eine Laufleistung von 17.000 km und ist in einem technisch guten Zustand. Und so kam es, dass die Burgstaller Wehr den Rüstwagen zu einem Freundschaftspreis der Bieswanger Wehr anbot.
Nach langen Gesprächen und gewissenhafter Abwägung innerhalb der Vorstandschaft entschloss man sich, bei der Stadt Pappenheim die Übernahme des Fahrzeuges zu beantragen. Gekauft wird das Fahrzeug von der Freiwilligen Feuerwehr Bieswang. ImageDie Herstellung der Einsatzbereitschaft und der künftige Unterhalt soll von der Stadt Pappenheim übernommen werden.
Aufgrund dieses Antrages wurde bei der Stadt Pappenheim von Werner Rachinger, dem zuständigen Sachbearbeiter in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrreferenten Florian Gallus eine Prüfliste aufgestellt, die von der Bieswanger Wehr in kurzer Zeit abgearbeitet wurde. Insbesondere galt es Fragen zum TÜV, der Umschreibung in das deutsche Zulassungsverfahren und viele andere Details zu beantworten. Schließlich blieb keine Frage mehr offen. Auch die Zustimmung der Feuerwehrleitung des Landkreises wurde eingeholt. Kreisbrandrat Werner Kastner und Kreisbrandinspektor Norbert Becker standen der Anschaffung positiv gegenüber und der KBI bewertete die Anschaffung des Rüstwagens als eine Bereicherung für den gesamten Brandkreis.
Hierzu erklärt Kommandant Dieter Reitlinger, dass sich das Einsatzgeschehen der Feuerwehren verändert habe. Vermehrt gehe es um Einsätze bei Sturmschäden, Starkregen und Verkehrsunfällen. Bei der Bewältigung dieses Einsatzgeschehens bietet der Rüstwagen aus Burgstall Einsatzmittel, die es bei der Bieswanger Wehr bisher noch nicht gibt. Denn dieses Fahrzeug verfügt über einen Allradantrieb, ein 15 KW-Stromaggregat, einen 9 m hohen Lichtmasten, und über eine Seilwinde.
„Ich freue mich, dass wir bei der Bieswanger Feuerwehr den Einsatzkräften mit diesem Fahrzeug  adäquate Einsatzmittel für das veränderte Einsatzspektrum zur Verfügung stellen können“, so Kommandant Dieter Reitlinger.

ImageVorbehaltlich der Genehmigung des Stadtrates  
Anfang Juli musste, wegen anderer Kaufinteressenten die Entscheidung fallen, ob die Stadt Pappenheim zur Übernahme des Fahrzeuges bereit ist. In einer eilends zusammengerufenen Runde der Fraktionen wurde der Kauf des Feuerwehrrüstwagens befürwortet. Allerdings wurden die städtischen Kosten für die Herstellung der Einsatzbereitschaft auf 2.000 Euro gedeckelt.  Natürlich ist diese Entscheidung erst dann in trockenen Tüchern, wenn auch die Zustimmung des Stadtates vorliegt.
Jetzt hofft Kommandant Reitlinger auf die Zustimmung des Ratsgremiums. Dabei ist es zuversichtlich, denn im Stadtrat finden sich – wie Reitlinger betont - sachkundige Vertreter, die sich von dem guten Zustand des Fahrzeuges vor einer Entscheidung ein Bild machen können.

Fahrzeug geschmückt und getauft
Für Kommandant Sebastian Klotz-Pertoll, den alle in Bieswang unter dem Namen „Waschtl“ kennen und seine 8 Feuerwehrkameraden war es ein langer Tag. Um 5 Uhr sind sie in Burgstall losgefahren und waren dann schon zur Mittagszeit in Eichstätt. Da sie nicht vor Festbeginn in Bieswang sein wollten, haben sie sich damit beschäftigt den Rüstwagen für die Patenwehr noch etwas zu schmücken. Bei OBI haben sie Schere und Klebefolie gekauft und daraus den Schriftzug „FF  Bieswang“ geschnitten und damit die Fahrzeugfront geziert. Auch mit einem selbst gebundenen Kranz haben sie das Fahrzeug geschmückt.
Bei der Ankunft in Bieswang gegen 18:30 Uhr hat dann Kommandant „Waschtl“ das Fahrzeug an den überraschten Bieswanger Kommandanten übergeben. Und auch eine Taufe mit Bier wurde noch vollzogen. Wie der „Waschtl“ erklärt, musste das Fahrzeug mit Bier umgetauft werden, weil das Fahrzeug ja ursprünglich mit südtiroler Wein getauft worden war. „Wir würden die Bezahlung des Fahrzeugs auch in Bier annehmen“, sagt Kommandant Sebastian Klotz-Pertoll. „Aber es muss dann schon Wurmbier sein“ fügt er hinzu.
 
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