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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Freitag
28.Jul 2017
Rückblick auf Willy Brandt im EHP PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Sonntag, 22. Dezember 2013

ImageMit dem Besuch einer studentischen Gruppe endete vergangenen Freitag die Willy-Brandt-Ausstellung im Europäischen Haus Pappenheim (EHP). Dem Friedensnobelpreisträger und ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt, der in diesem Monat 100 Jahre alt geworden wäre, wurde damit im Rahmen der EHP-Reihe “Große Europäer” gedacht.
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Besonders zufrieden zeigte sich EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega mit der Eröffnungsveranstaltung zu Beginn des Monats. Die Ausstellung umfasste Fotos, Informationstafeln, Zeitungsausschnitte, ein Video, Bücher von und über Brandt sowie eine Liste mit Brandt-Zitaten aus 7 Lebensjahrzehnten. Aus 7 Jahrzehnten waren auch die Besucher der Ausstellung, darunter sogar eine Person, die Willy Brandt persönlich begegnet war. Der Name Willy Brandts wird gerne mit dem Begriff “Ostpolitik” in Verbindung gebracht. Die Ausstellung zeigte, dass dies irreführend ist. Brandt war ein umfassender Europäer. Er kämpfte im Untergrund gegen die Nazis und errichtete dazu eine Zelle in Oslo. Als Journalist schrieb er auf Deutsch, Englisch, Norwegisch, Schwedisch und Dänisch und erwarb Kenntnisse in Spanisch, Französisch und Niederländisch. Durch den Überfall der Nazis auf Norwegen wurde seine Arbeit zerstört; er musste nach Schweden fliehen. In Skandinavien erwarb Brandt eine multikulturelle Identität, die unter den deutschen Spitzenpolitikern der Nachkriegszeit einmalig war. Als Regierender Bürgermeister von Berlin, später Außenminister und schließlich Bundeskanzler suchte er zum einen Aussöhnung und gute Beziehung zum Osten, forderte aber auch die westliche Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft (EG): 1973 kamen nicht zuletzt durch seinen Einsatz Großbritannien, Irland und Dänemark zur EG hinzu. Brandt hegte immer die Hoffnung einer echt gesamteuropäischen Lösung mit vom Volk gewählten Institutionen. So ist es nicht verwunderlich, dass er schließlich auch Mitglied des ersten direkt gewählten EU-Parlaments wurde.
 
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