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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Donnerstag
29.Jun 2017
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Mit Heimat und Geschichte verwurzelt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Samstag, 9. November 2013

Image Peter Krauß von 1996 bis 2008 Erster Bürgermeister der Stadt Pappenheim gab anlässlich seines 70. Geburtstags ein Büchlein mit Pappenheimer Geschichten der 1920iger Jahre heraus. Viele Gratulanten kamen in den Pappenheimer Rathaussaal. Angelika und Oskar Leykamm stellten das reproduzierte Werk aus der Feder von Johann Zwitzler vor.
ImageAus dem Nachlass des Pappenheimers Dieter Lämmermann bekam Peter Krauß ein Geheft, das zunächst als ein Werk eines Niederländters angesehen wurde. Beim Lesen wurde aber schnell klar, dass es die dort niedergeschriebenen Geschichten aus der Pappenheimer Gesellschaftsgeschichte wert sind einer breiten Leserschaft zugänglich gemacht zu werden.
Und dies geschah an einem denkwürdigen Tag, nämlich am Montag, den 4. November 2013, dem 70. Geburtstag von Peter Krauß. Dem Jubilar selbst war es ein Anliegen das Büchlein mit den wunderbaren Pappenheimer Geschichten an seine Geburtstagsgäste als Erinnerung zu überreichen. Am gleichen Tag gab es zur Vorstellung des Büchleins und zu Ehren des Herausgebers im historischen Pappenheimer Rathaussaal eine Feierstunde zu der die Stadt Pappenheim und der Heimat- und Geschichtsverein eingeladen hatten. Im voll besetzten Rathaussaal stellte Oskar Leykamm zusammen mit seiner Tochter Angelika das Werk in eindrucksvoller Weise vor. „Dass Ihr alle gekommen seid!?“ wunderte sich Oskar Leykamm wo es doch nicht um die aktuellen und brisanten Themen geht, sondern um Geschichten über „Männer, die ihr halbes Leben im Wirtshaus verbracht haben“. ImageDas Büchlein weiß von deftigen und lustigen Begebenheiten zu berichten aber auch von romantischen und feinsinnigen Momenten, etwa von den Abendserenaden, die der Autor Johann Zwitzler mit zärtlichen Worten beschreibt. Hauptperson des Büchleins ist Karl Stieglitz, Buchhalter bei der Firma Kolonialwaren Weisel und allseits bekanntes Pappenheimer Original, dessen besonderes Wirken im Pappenheim der 20ger Jahre den aufmerksamen und amüsierten Besuchern von Angelika und Oskar Leykamm stimmungsvoll nahegebracht wurde. Vor einem begeisterten Applaus gab es einen Augenblick der ergriffenen Stille, nachdem Oskar Leykamm die Lehàr-Arie „Dein ist meinen ganzes Herz“ gesungen hatte – in Erinnerung an die Abendserenaden, die Zwitzler in dem Büchlein ganz hinreißend beschreibt.
Zu der Feierstunde mit dem „doppelten Anlass“ begrüßte Bürgermeister Uwe Sinn im Pappenheimer voll besetzen Rathaussaal zahlreiche Ehrengäste, zu denen Landrat Gerhard Wägemann und sein Stellvertreter Robert Westphal, Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß, sowie die Bürgermeister der Nachbargemeinden Langenaltheim, Solnhofen und Treuchtlingen und Pappenheims Altbürgermeister Josef Nachtmann gehörten. Rita Schmischek und Martin Bengel von der Sparkasse Mittelfranken Süd und Michael Stadelbauer von der Volksbank Bayern Mitte. Sinn begrüßte auch Gräfin Ursula zu Pappenheim und die gräfliche Familie, den Ehrenbürger Hans Navratil sowie mit Christel Wiegand, Gerhard Scheufler, Henry Bechtoldt und Michael Witzleb eine Delegation aus Gräfenthal. Zur großen Freude des Rathauschefs waren auch zahlreiche amtierende und vormalige Stadträte, sowie viele Vertreter der örtlichen Vereine gekommen.
ImageDen Jubilar, seinen Amtsvorgänger Peter Krauß lobte Sinn als Finanzfachmann und zählte nur einige richtungsweisende Projekte auf, die Krauß in seiner Amtszeit umgesetzt habe. Dazu gehören, der Neubau des Wasserwerkes und die damit verbundene Umstrukturierung der Wasserversorgung zu einer GmbH genauso wie Straßenbau- und Kanalarbeiten den Bau des Supermarktes in der Bahnhofstraße und die Übergabe des Tourismusmanagements an den damaligen Fremdenverkehrsverein. Erinnert wurde auch an die beiden großen historischen Stadtfeste in den Jahren 2002 und 2007. Bis heute ist der Jubilar neben seiner Tätigkeit als Landratstellvertreter mit seiner Heimatstadt Pappeheim gesellschaftlich tief verwurzelt. Besonders deutlich werde dies durch die Herausgabe des Büchleins „Die Pappenheimer Bettschoner“ gerade an seinem großen Ehrentag. „Damit unterstützt Du nicht nur die lebendige Geschichte Pappenheims sondern Du identifizierst Dich auch mit Ihr und Deinen Pappenheimern. Und darauf dürfen wir alle sehr stolz sei,“ führte Bürgermeister Sinn aus.
Renate Prusakow, Vorsitzende des Heimat und Geschichtsvereins, stellte heraus, dass sie in Peter Krauß immer einen Unterstützer gefunden habe. Als Stadtoberhaupt genauso wie jetzt als Stellvertreter des Landrats. Die Herausgabe „der Pappenheimer Bettschoner“ zeige deutlich, dass der Jubilar auch nach seiner Bürgermeisterzeit ein Herz für die lebendige Geschichte in Pappenheim hat.
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Die Wespe mit der Wespe
Besonders hob Renate Prusakow hervor, dass eine Delegation aus Gräfenthal zu dem Festakt angereist ist. In dem Geschichtsprogramm des Vereins „Auf den Spuren der Pappenheimer“ spielte Gräfenthal und die Gräfenthaler immer eine besondere Rolle, die immer auch vom Jubilar mit seiner ganzen Persönlichkeit unterstützt wurde. So reiste Krauß im Mai 2006 nach Gräfenthal um seinen Freund und Bürgermeisterkandidaten Henry Bechtoldt in der entscheidenden Wahlkampfphase zu unterstützen. Kurz darauf wurde Henry Bechtoldt mit 75 Prozent zum Bürgermeister gewählt.
Und noch eine Besonderheit gab es aus der Gräfenthaler Beziehung zu berichten. Dort auf Schloss Wespenstein war es nämlich, wo Peter Krauß als Bürgermeister in seinem Grußwort davon erzählte, dass sich Renate Prusakow mit hohem Engagement für ihre Projekte einsetze und „oft wie eine Wespe in meinem Amtszimmer herumschwirrt,“ sagte Krauß damals. Grund genug von Renate Prusakow in Erinnerung daran und an die langjährige Zusammenarbeit eine getöpferte Wespe zu bekommen, die in der Töpferwerkstatt Birgit Van der Gang entstanden ist.
Henry Bechtoldt erinnerte an den Beginn der Beziehung zwischen den Pappenheimern aus Gräfenthal und den Pappenheimern aus dem Altmühltal, die von einer Bekanntschaft zur Freundschaft gewachsen sei. Auch er erinnerte daran, dass er 2006 mit der Hilfe von Peter Krauß Bürgermeister geworden sei. Sie seien stets in Verbindung geblieben undImage „Dank Dir und natürlich Deiner Uhr, die mich meine gesamte Amtszeit begleitet hat, wusste ich stets was die Stunde geschlagen hat“ sagte Henry Bechtoldt. „Und als ich dann nicht mehr Bürgermeister war ist auch die Uhr nicht mehr gegangen“ fügte Bechtold hinzu. Dazu muss man wissen , dass beim ersten Besuch einer Pappenheimer Delegation in Gräfenthal Henry Bechtold von Peter Krauß eine Pappenheimer Armbanduhr geschenkt bekam.
Peter Krauß selbst bedankte sich für die vielen Glückwünsche. Er freue sich ganz besonders, dass er mit der Herausgabe der „Pappenheimer Bettschoner“ ein Stück Pappenheimer Gesellschaftsgeschichte dem Vergessen entreißen konnte. Der Jubilar wünschte sich eine Fortsetzung der Geschichten aus der Geschichte und forderte auf, Pappenheimer Begebenheiten, und Besonderheiten ab seinem Geburtsjahr 1943 zusammenzutragen, damit irgendwann ein neues Büchlein entstehen kann, in dem dann die Begebenheiten der heutigen Tage Geschichte sind. Im Rahmen des Festaktes gratulierten auch die vier Schützenmeister der Priviligierten Schützengesellschaft 1491 Pappenheim und Krauß unterstrich seine besondere Beziehung zu diesem traditionsreichen Verein.
Die Stadtkapelle Pappenheim spielte dem Jubilar ein Ständchen und 2. Bürgermeister Friedrich Obernöder war der Initiator für dreifache Hochrufe der Festgesellschaft, die den Rathaussaal erbeben ließ. Zum Ausklang der Feierlichkeiten konnte sich jeder Besucher noch ein Büchlein mit den Geschichten über die Pappenheimer Bettschoner mitnehmen und bei Sekt und Lebkuchen musizierte die Stadtkapelle Pappenheim noch bei einem Standkonzert.
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