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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Freitag
24.Mr 2017
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Jüdische Geschichte im Büchelehaus erkundet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Freitag, 12. Juli 2013

ImageIm Rahmen der Forschungen des Heimat- und Geschichtsvereins zur Geschichte der Pappenheimer Juden besuchten kürzlich auf Einladung des Vereins zwei hochkarätige Spezialisten unsere Stadt. Professorin Dr. Susanne Talabardon, die an der Universität Bamberg den noch jungen Lehrstuhl für Judaistik innehat und Doktorandin Rebekka Denz die Lehrbeauftragte für Judaistik, der Freien Universität Berlin waren nach Pappenheim gekommen, um zu die im Büchelehaus vermutete jüdische Laubhütte zu begutachten..
Im Büchelehaus besichtigten Sie gemeinsam mit der Vorstandschaft des Kunst- und Kulturvereins, Bürgermeister Uwe Sinn, SPD-Fraktionsvorsitzenden  Gerhard Gronauer, Bergpfarrer Stefan Schleicher, Archivar Hans Navratil und Landratstellvertreter Peter Krauß den geschichtsträchtigen Raum im Dachgeschoss des renovierten Büchelehauses.
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Foto Adamina Mulder
Auch die Initiatoren der Einladung nach Pappenheim, Renate Prusakow und Adelheid Wenninger vom Heimat- und Geschichtsverein waren bei der Kommission dabei, die mit großem Interesse das Urteil der beiden Expertinnen über die  vermutlich ehemalige jüdische Laubhütte unter dem neurenovierten Dach warteten. Auf der Führung durch das neurenovierte Büchelehaus zeigten sich Professorin Dr.  Talabardon und Doktorandin Rebekka Denz sehr  beeindruckt von dem historischen Kleinod und waren voll des Lobes, für die Leistungen  des Kunst- und Kulturvereins.
Der Pappenheimer Heimat- und Geschichtsverein forscht seit fünf Jahren in der lebendigen Geschichte der Juden in Pappenheimer dabei steht die Entwicklung Pappenheims durch das wirken der Juden im Mittelpunkt der Forschungen .
Durch die Vermittlung der Rabbinerin Yael Deusel aus Bamberg, die im letzten Jahr bei den Jüdischen Tagen sehr viele Gäste begeistert hat, knüpfte sich diese wertvolle Verbindung zwischen dem Pappenheimer Heimat- und Geschichtsverein und Professorin Dr. Talabardon.
Angekommen unter dem Dach des Büchelehauses, widmeten sich die Expertinnen dem Ziel Ihrer Reise nach Pappenheim und begutachteten die ehemalige jüdische Laubhütte, die bei der Renovierung sehr beschädigt wurde. Dort beantworteten sie auch viele Fragen der Pappenheimer Kommission und es wurde deutlich, dass  tatsächlich Hinweise gefunden wurden, die darauf hindeuten, dass im Dachgeschoß des Büchelehauses einst ein jüdisches Laubhüttenfest gefeiert wurde. 
In absehbarer Zeit will Professorin Dr. Talabardon die vermutete Laubhütte in Pappenheim in ein Forschungsprojekt der Universität Bamberg aufnehmen und schon bald will sie mit einem Studententeam für Detailuntersuchungen nach Pappenheim kommen.
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Foto Adamina Mulder

Nach einem Besuch der jüdischen Friedhöfe in Pappenheim zeigten sich die weitgereisten Besucherinnen sehr erstaunt, dass die Symbole an den Grabsteinen sehr gut erhaltenen sind. Sie waren auch beeindruckt von den schon erbrachten Leistungen des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim & Ortsteile e.V.. Wie bekannt hat der Verein, der die Erstellung des digitalen Friedhofsplanes in Auftrag gegeben hat und das allseits bekannte Ehepaars Ruth und Aaron Bruck aus Jerusalem haben auf der Grundlage dieses Planes die Inschriften in Hebräischer Sprache zu Papier gebracht.
Jetzt gilt es noch, diese Schriften zu transkribieren, wofür dem Verein die Hilfe und Unterstützung von verschiedenen Seiten angeboten wurde.. „Diese Jüdischen Friedhöfe sind die Vergangenheit der Stadt Pappenheim und erzählen wirkliche lebendige Geschichte. Die Grabinschriften  sind sehr wertvoll, sollten erhalten, dokumentiert und für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden,“ war der Tenor der Besucherinnen.
Die Protagonisten des Heimat- und Geschichtsvereins sehen sich durch diesen Besuch von hochkarätigen Fachleuten aus der Universität Bamberg in ihrem seit 6 Jahren andauernden Bestreben bestärkt. „Der Besuch von Professorin Dr. Talabardon und  Rebekka Denz in Pappenheim macht uns  und froh und glücklich. Sie haben uns neuen Mut gegeben, unsere Forschungen über die Geschichte der Pappenheimer Juden fortzusetzen“ sagen Renate Prusakow und Adelheid Wenninger vom  Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V.

 
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