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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Donnerstag
17.Aug 2017
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Humorvoller Blick auf die europäische Musikgeschichte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Mittwoch, 26. Juni 2013

ImageIn der Reihe “Goldblaue G’schichten” gab der Leiter des Europäischen Hauses Pappenheim (EHP), Prof. Dr. Joachim Grzega, einen humorvoll-lehrreichen Streifzug durch die europäische Musikgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

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Joachim Grzega veranschaulichte Klangmuster verschiedener europäischer Musikepochen anhand von selbst arrangierten Versionen zu “Bruder Jakob”

Die Musikgeschichte war der letzte noch offene Wunsch der Teilnehmer an der Fragebogenaktion bei der EHP-Eröffnung. Die Zuschauer sollten dabei vor allem ihr Hörempfinden trainieren, damit sie am Ende des Abends Hörbeispiele besser in die Epochen Barock, Klassik, Romantik, Nachromantik und Moderne einordnen konnten. Wenn etwas vertraut wird, so Grzega, kann man es auch besser genießen. Nach ersten Höreindrücken bot Grzega einen Überblick über die Geschichte der Orchesterbesetzungen. Im Barock etwa betrachtete man Pauken und Trompeten als eine Gruppe. Deswegen kann man auch heute noch “mit Pauken und Trompeten” durchfallen.
Danach ging es um die in Europa entstandenen Tongeschlechter Dur und Moll und die zentralen Kompositionstechniken in den verschiedenen Epochen. Dies versuchte der Referent so verständlich zu machen, dass auch jemand ohne musikalische Vorkenntnisse es verstehen konnte. Zur Veranschaulichung spielte Grzega auf seinem Piano selbsterdachte Versionen von “Bruder Jakob”, einem europaweit bekannten Lied. Verschiedentlich waren aber auch die Zuhörer aufgerufen, Hörbeispiele einzuordnen. Immer wieder verband Grzega die Musikgeschichte auch mit Kultur- und Sprachgeschichte. Beispielsweise lag die tragende Melodie zunächst beim männlichen Tenor, ein Wort von lateinisch “tenere = tragen, halten”. Später ging die Melodie auf die Oberstimme über, oft von der ersten Geige gespielt. Vogelstimmen wurden durch bestimmte Tonfolgen wiedergegeben, wie etwa die beiden Kuckuckstöne, die man auch aus “Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald” kennt. Mit der Erfindung des Grammafons versuchte man sogar Tonaufnahmen fest in Kompositionen einzubauen. Und mit neuen Instrumenten im größer werdenden Orchester und den ersten Mikrofonen änderten sich auch die Gesangstechniken. Diese veranschaulichte Joachim Grzega abschließend anhand eines europäischen Operettenliedes, das weltweit bekannt wurde: Franz Lehárs “Dein ist mein ganzes Herz”. Die EHP-Zuschauer bedankten sich mit viel Applaus und nahmen gleich das Programm fürs nächste Quartal mit. Dieses ist auch unter www.ehp-online.eu unter “Aktuelles” zu finden.

Kontakt:
Prof. Dr. Joachim Grzega, Leiter Europäisches Haus Pappenheim (EHP), Stadt Pappenheim, Marktplatz 1, 91788 Pappenheim, http://www.ehp-online.eu oder http://ehp.pappenheim.de, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , EHP +49 / 9143 / 606-60, mobil +49 / (0)170 / 6683324
 
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