Passwort vergessen?
  • Narrow screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Auto width resolution
  • Increase font size
  • Decrease font size
  • Default font size
Einstellungen

Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Freitag
15.Dez 2017
Internationale Konferenz im EHP PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von EHP-Team Pappenheim   
Montag, 8. April 2013

ImageAm vergangenen Wochenende konnte Erster Bürgermeister Uwe Sinn die erste internationale Konferenz im Europäischen Haus Pappenheim (EHP) eröffnen. EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega hatte mehrere Wissenschaftler aus dem Bereich der Sprachwissenschaft, auch Linguistik genannt, eingeladen.

130408_ehp-lingu-04.jpg

Fünf Professoren bereiten sich auf die Begegnung mit einem Allgemeinpublikum vor (v.l.n.r.): Ernst Kretschmer (Modena), Jacques François (Paris/Caen), Joachim Grzega (EHP/Eichstätt), Laura Ferrarotti (Rom), Wolfgang Pöckl (Innsbruck)

Im Zentrum der Tagung stand dasjenige an Sprache, das man nicht lesen oder hören kann – nämlich die Wortbedeutungen bzw. die Gedanken, die Europäer mit Wörtern und Wendungen verbinden. Dies wurde vor allem aus Sicht der Sprachkulturforschung und der Sprachlehrforschung beleuchtet. Den Freitag nutzte Grzega, um die Aktivitäten des EHP sowie studentische Arbeiten vorzustellen und seine Kollegen gleich selbst in ein kleines Sprachexperiment einzubauen. Der Samstag wurde von den akademischen Gästen bestritten. Beginn und Ende wurden von den Präsidenten der zwei großen Vereinigungen von Eurolinguisten gestaltet: Prof. Dr. Sture Ureland (Mannheim) und Prof. Dr. Giuseppe Gaetano Castorina (Rom). Beide sind mittlerweile pensioniert, aber weiterhin bemüht, ihre eurolinguistischen Ideen weiterzutragen.
Ureland bedauerte in seiner Rede das allgemein sinkende Interesse für den Zusammenhang zwischen Identität, Denken und Sprachen in Europa und die geringe politische Bereitschaft, die Eurolinguistik im Vergleich zu den einzelsprachlichen Fachgebieten entsprechend zu unterstützen. Er schätzte das EHP daher als eine bedeutende Einrichtung ein und wünschte Grzega viel Kraft, der innerhalb seiner Generation derzeit vermutlich der einzige sei, der so umfassend europasprachlich arbeite. Zwischen den Vorträgen der beiden altgedienten Eurolinguisten gab es Beiträge von Wissenschaftlern aus 5 Nationen (Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Finnland). Die Teilnehmer zeigten sich allesamt vom EHP-Konzept beeindruckt. Einige unterstützten das Haus gleich mit einer Buch- oder Geldspende. Für jene, die auch am Sonntag noch anwesend

130408_ehp-lingu-02.jpg

Fünf Professoren im Gespräch mit interessierten Laien (letzte Reihe v.l.n.r.): Laura Ferrarotti (Rom), Jacques François (Paris, stehend), Joachim Grzega (EHP/Eichstätt, stehend), Ernst Kretschmer (Modena), Wolfgang Pöckl (Innsbruck)

Fotos: EHP

waren, hatte Grzega etwas vorgesehen, das für den Abschluss einer wissenschaftlichen Tagung ungewöhnlich ist. Die Wissenschaftler sollten ihre Ergebnisse am Vormittag so aufbereiten, dass sie auch für ein allgemeines Publikum verständlich sind und mit diesem am Nachmittag diskutiert werden können. Die Tagung endete dann auch mit der Begegnung zwischen den Wissenschaftlern und einem Publikum, das sich unerwartet diskussionsfreudig zeigte, sowie der Vorstellung von Arbeiten, die von Studenten unter Betreuung von Joachim Grzega und Bea Klüsener (Eichstätt) erstellt worden waren. Auch die Wissenschaftler empfanden den Nachmittag als angenehme Erfahrung.

 



·   
 
< zurück   weiter >
Advertisement