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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Montag
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Griechische Verhältnisse in Pappenheim PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Roland Kiermeyer   
Mittwoch, 3. April 2013

ImageRoland Kiermeyer hat zu unserem Artikel „Sportförderung für das Büchelehaus“ seine Meinung in einem Leserbrief mitgeteilt. Im Sinne des demokratischen Grundrechts auf freie Meinungsäußerung wir der Brief nachfolgend ungekürzt abgedruckt. 
   
   

 

 

Griechische Verhältnisse in Pappenheim
Wie in Griechenland wird auch in Pappenheim schlechtem Geld noch gutes Geld hinterhergeschmissen. Für einen Verein der nicht in der Lage ist seine laufenden Unterhaltskosten der eigenen Immobilie zu stemmen. In Pappenheim bekommt der Kunst- und Kulturverein, über drei Jahre 24.000 € Zuschuss um die laufenden Kosten für das vereinseigene Büchelehaus bezahlen zu können. Dabei sollte man wissen, dass der Verein laut Stadtratsbeschluss vom 10.05.2007 im Rahmen der Städtebauförderung einen städtischen Zuschuss in Höhe von 240.000 € bekommen hat, um das Haus zu sanieren. Auch sollte man wissen, dass der damalige 3. Bürgermeister Alex Lämmerer, welcher als Immobilienmakler tätig ist und über ein gewisses Fachwissen verfügt, in dieser Sitzung ausdrücklich darauf hinwies, dass der Kunst- und Kulturverein nicht in der Lage sein wird, die laufenden Kosten für das Büchelehaus zu tragen.
Aber als wäre das noch nicht schlimm genug, streicht bzw. kürzt der Stadtrat nun den anderen Vereinen, die ihre Hausaufgaben über Jahre und Jahrzehnte gemacht haben, die Sportförderung. Vereinen, die aktive Jugendarbeit leisten und zum dörflichen Zusammenleben beitragen, sind die Leidtragenden. Vor allem Sportvereine haben von der Stadt nur magere Zuschüsse beim Bau bekommen, müssen aber ihre Öl-, Strom-, Wasser- und Abwasserkosten, Müllgebühren, Versicherungen und Grundsteuer selber bezahlen, so wie alle anderen Vereine im Stadtgebiet. Was würde passieren wenn ein anderer Verein seinen Zahlungen nicht mehr nachkommen könnte?
Kann er dann auch unter den Rettungsschirm der Stadt Pappenheim schlüpfen???
Zum Hohn weist dann auch noch Stadträtin und Kulturreferentin Christa Seuberth (SPD) auf die Anstrengungen und Leistungen der Vereinsmitglieder hin. Was glauben Sie eigentlich, was wir in den Vereinen Jahr für Jahr Stunden in der Jugendarbeit und zur Pflege und Erhalt unserer Liegenschaften leisten? Wollte der Verein das Büchelehaus ursprünglich nicht selbst unterhalten? Kaum eröffnet, reicht das Geld nicht!
Auch Stadtrat und Fraktionsvorsitzender Harald Marowsky (FW) muss sich die Frage gefallen lassen, ob es bei einer, wie von ihm in der Ratssitzung, behaupteten Anschubfinanzierung bleibt. Außerdem wird hier kein Gemeindehaus auf dem Dorf finanziert sondern nichts anderes als ein überdimensioniertes Vereinsheim. Sie, Stadtrat Marowsky, sollte mit solchen Aussagen wie: „Die Gemeindehäuser in den Dörfern werden ja auch finanziert, dann hat halt Pappenheim jetzt auch ein Gemeindehaus,“ etwas vorsichtiger sein. Denn gerade Sie, der aus einem Dorf kommt sollte mal überlegen von wem er gewählt wurde, genauso wie alle anderen Ratsmitglieder, die aus den Dörfern kommen und diesem Wahnsinn zugestimmt haben.
Als letztes würde mich als einfachen Bürger nur noch interessieren ob es nicht eine Aufsichtsbehörde gibt, die einer solchen dauerhaften Verschwendung von städtischen Mitteln einen Riegel vorschiebt.

Roland Kiermeyer

 
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