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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Sonntag
17.Dez 2017
Europa Gala in Pappenheim PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Sonntag, 7. Oktober 2012

ImageMit einem glanzvollen Festakt ist am Samstag das Europäische Haus Pappenheim eröffnet worden. Enorme Finanzierungshilfen durch den Freistaat und die EU. Moderation in EU-Amtssprache mit Gesangsduo. Innenminister und EU Abgeordnete Kerstin Westphal loben die Initiative Pappenheims.


121007_ehp-eroeff-03.jpgLange Gästeliste

Es war eine lange Liste von Ehrengästen, die Erster Bürgermeister Uwe Sinn bei dem Festakt zur Eröffnung des Europäischen Hauses Pappenheim (EHP) den etwa 500 Gästen vorzutragen hatte. An der Spitze die beiden Hauptredner Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern und Kerstin Westphal die als Parlamentarierin Sitz und Stimme im Europäischen Parlament hat. Aus dem Europäischen Parlament war auch Martin Kastler nach Pappenheim gekommen. Bundestagsabgeordneter Josef Göppel war genauso unter den Ehrengästen wie auch Christa Naaß und Jürgen Ströbel aus dem Bayerischen Landtag. Landrat Gerhard Wägemann war im Kreis der Ehrengäste  und  die Regierung von Mittelfranken war durch Dr.Thomas Bauer und seinen ersten weiteren Stellvertreter Alexander Küsswetter bei dem Festakt vertreten.
Begrüßt wurden vom Ersten Bürgermeister zahlreiche Ehrengäste  aus der Kommunalpolitik, Bildungseinrichtungen, Banken und Verbänden aus der Region, sowie die Vertreter der am Bau beteiligten Firmen und Behörden. Unter den Festgästen befand sich auch Ihre Erlaucht Gräfin Ursula zu Pappenheim und die gräfliche Familie von und zu Egloffstein sowie auch  Désirée von und zu Egloffstein, die nach unseren Informationen seit kurzem die Verwaltung der Grafschaft Pappenheim führt.

Starke Partner viele Helfer
121007_ehp-eroeff-02.jpgNoch vor wenigen Jahren ist das EHP mit seiner zentralen  Lage auf dem Pappenheimer Marktplatz in Privatbesitz gewesen und so freute sich Uwe Sinn, auch Barbara Rabe mit ihrer Familie unter den Ehrengästen begrüßen zu können, die in diesem Haus aufgewachsen ist und dort viele Jahre gelebt hat. Im Jahre 2008 hat die Stadt Pappenheim das jetzige EHP von ihr erworben.
Helmut M. Selzer war es dann dem es gelungen ist, aus dem Nichts ein Nutzungskonzept für das traditionsreiche Haus zu erarbeiten, dessen Existenz mit Aufzeichnungen aus dem Jahre 1543 belegt ist. In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Sinn Helmut M. Selzer, der nicht anwesend war, für seine Pionierleistung in Sachen EHP als einem von mehren starken Partnern, die es braucht um in einer Kleinstadt ein Projekt mit europäischer Dimension durchführen zu können. Zu diesen Partnern der Stadt Pappenheim in der Planungs-, Bau- und Nutzungsphase gehören der Freistaat Bayern, die Europäische Union, die Regierung von Mittelfranken und die LAG Monheimer Alb. Für die Planung und Koordination in der Bau- und Sanierungsphase dankte Sinn dem Architekturbüro Clemens Frosch und seinem Team, sowie allen Handwerkern, die zum gelingen des EHP beigetragen haben. Parallel zur Bauphase wurden aber auch meist öffentlich unbemerkt die europäischen Verbindungen geknüpft, die als greifbare und lebendige Grundlage notwendig sind für die Umsetzung der Idee des EHP als Europäische Bildungseinrichtung. Für die Anbahnung und Pflege der Verbindungen nach Frankreich, Ungarn, Finnland und Rumänien dankte Sinn stellvertretend für alle die mitgewirkt haben, Martin Stehr, dem Vorsitzenden des Europäischen Städtepartnerschaftsvereins Pappenheim, sowie den Familien Pappler und Schütz. 

Auch eine Kleinstadt ....
„Auch eine Kleinstadt muss Europa mitbauen können“ eröffnete Bürgermeister Uwe Sinn den Festakt und stellte fest, dass mit dem E121007_ehp-eroeff-10.jpgHP die Tür zu einem weiteren Zimmer im Haus Europa aufgemacht wurde. Sinn blickt optimistisch in die Zukunft, weil mit Professor Dr. Joachim Grzega ein Leiter für das EHP gewonnen werden konnte, der mit seinem mehrfach ausgezeichneten Programm zum einfachen Erlernen von Sprachen gleich in der Startphase starke Impulse für die neue Pappenheimer Bildungseinrichtung geben kann. Angestrebt ist die Kooperation mit den Bildungseinrichtungen der Region  „Halten Sie Ausschau nach unseren Angeboten“ forderte der Rathauschef auf  und zeigte sich überzeugt davon, dass auch in Zukunft viele Gäste das EHP besuchen werden.  

Moderation in englisch – Grußworte in german
Die Moderation der Festveranstaltung hatte der EHP Chef  Professor Dr. Joachim Grzega zusammen mit seiner bezaubernden Partnerin Bea Klüsener höchstpersönlich übernommen. Englischsprachig führten die beiden durch das Programm und überraschten so manchen mit ihren gekonnten Gesangseinlagen. Das Moderatorenduo verstand es auf humorige Art die Verbindung zwischen den Festreden zu gestalten. Etwa in der Passage als Gzega erklärte, dass die 12 Sterne auf dem EHP-Logo gleichsam Sterne in der Nacht seien und Bea Klüsener mit großen Augen fragte; „Is the EHP a nigthclub?“
Auch Innenminister Joachim Herrmannn wurde offenbar von der humorigen Moderation inspiriert und entschuldigte sich zu Beginn seiner Rede englischsprachig, dass er seine Rede in deutscher Sprache halten werde.

Seit jeher ein europäischer Geist
121007_ehp-eroeff-11.jpg„Hier in Pappenheim weht von jeher ein europäischer Geist, der seinesgleichen sucht.“ stellte der Innenminister fest und nahm damit Bezug auf die historische Bedeutsamkeit der Pappenheimer Reichserbmarschälle im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, die eine hochbedeutsames Amt mit wahrhaft europäischer Dimension inne hatten. Die Ausführung, dass sich der Kaiser stets auf seine Pappenheimer verlassen konnte führte – aus welchen Gründen auch immer - zu einem Raunen im Festzelt. Dem EHP bescheinigte Herrmann das Prädikat einer zukunftsweisenden Einrichtung und gratulierte der Pappenheimer Bevölkerung zu diesem ambitionierten Projekt. In dem EHP werde deutlich wie wichtig den Verantwortlichen die Auszeichnung des hiesigen Landkreises als Bildungsregion Bayern ist.
Das EHP sei aus Sicht der Bayerischen Staatsregierung  ein wichtiger Lösungsansatz auf dem Weg den Herausforderungen des demographischen Wandels durch Einrichtungen in der Region für die Region zu begegnen.  
Belegen konnte dies der Minister indem er Zahlen zum EHP ins Spiel brachten.
Bereits den Ankauf des Wieserhauses im Jahre 2008 hat der Freistaat mit 60.000 Euro  bezuschusst und für die Sanierungskosten, so Herrmann, seinen bereits 820.000 Euro nach Pappenheim geflossen wobei weitere Mittel für das Jahr 2013 in Aussicht stehen. Beim Projekt EHP konnte die Stadt Pappenheim von einem erhöhten Fördersatz von 80 Prozent profitieren, der für finanz- und strukturschwache Gemeinden vorgesehen ist.
Dazu kommen für das Tourismusbüro noch 51.900 Euro aus dem Wirtschaftsförderprogramm und dem LEADER-Programm noch einmal 66.000 Euro für die Ausstattung des EHP. Darüber hinaus werden für Personalkosten des EHP bis Oktober 2015 rund 150.000 Euro ebenfalls aus LEADER und die Stadt Pappenheim bezahlt. Das sei gut investiertes Geld stellte Joachim Herrmann fest und lobte das EHP als ein städtebauliches Schmuckstück, das an prominenter Stelle denkmalgerecht saniert wurde.
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Europa muss vor Ort sein
Schon geraume Zeit begeistert sich Kerstin Westphal für die Idee des EHP. „Europa muss vor Ort sein“ stellt sie ihren Grußwort fest, weil es von den Ideen der Menschen lebt. . Gerade an der Schnittstelle  Franken, Oberbayern und Schwaben, sei das EHP besten platziert und soll – so die Europapolitikerin – „Wachstum und Arbeitsplätze schaffen.“ Deshalb fördert auch die europäische Union das Pappenheimerprojekt im Rahmen des LEADER Programms.
Eine Gefahr für Europa sieht Kerstin Westphal in  populistischen  nationalen Tendenzen in unseren Tagen. Gerade deshalb sei das EHP ein wichtiger Baustein für die Demokratie in Europa. 
Es sei ein guter Start. Jetzt muss der Weg fortgesetzt werden.

Europahymne und bayerisch-spanisch
Neben dem Moderatorenpaar haben auch die Stadtkapelle Pappenheim unter ihrem neuen Leiter Klaus Bucka und die Grundschule Pappenheim-Solnhofen an der Gestaltung der Feierlichkeiten mitgewirkt. Unter der Leitung von Christa Seuberth erfreuten die Schulkinder zum Thema Sprachen mit zwei Liedbeiträgen und bekamen dafür stürmischen Applaus .
Die Stadtkapelle Pappenheim hatte glanzvolle Auftritte mit der Hymne der Eurovision und zum Ende des Festaktes mit der großartig dargebotenen Europahymne.

Architekt behält einen Schlüssel
Bei der symbolischen Schlüsselübergabe an den Hausherrn Uwe Sinn und den EHP-Leiter Professor Dr. Joachim Gzega bedankte sich der für die Baumaßnahmen am EHP verantwortliche Architekt Clemens Frosch für das ihm von der Stadt entgegengebrachte Vertauen. Auch er bedankte sich bei allen die in der Planungs- und Bauphase ihm zusammengearbeitet haben. Er hatte drei Schlüssel mitgebracht, wobei er einen selbst behalten müsse um die vielen baulichen Kleinigkeiten erledigen zu können, die bis zur Bezugsfertigkeit des EHP noch notwendig sind. 


Programm bis Sonntagabend

121007_ehp-eroeff-09.jpgNach dem Festakt nahmen sich der Innenminister und Kerstin Westphal zusammen mit den politischen Ehrengästen noch die Zeit, das EHP gründlich zu visitieren. Geführt wurden sie dabei von EHP-Chef Grzega höchstpersönlich. Von der freundlichen Gestaltung der Räumlichkeiten zeigten sich alle begeistert.
Das EHP hatte am  Samstag und Sonntag seine Pforten auch für die Bürger geöffnet. Darüber hinaus wurde ein reichhaltiges Programm mit mehrsprachlichen Führungen durch Pappenheim und Schnupperkurse für das Erlernen von Sprachen angeboten. Es gab auch ein EHP-Quizz, bei dem man Gutscheine für Veranstaltungen im EHP gewinnen konnte. Über die Gewinner werden wir gesondert berichten.
Auch über die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen der ungarischen Stadt Iszkaszentgyörgy und der Stadt Pappenheim wird gesondert berichtet.
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