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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

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Auswirkungen auf die Lebensqualität PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Karl-Heinz Riehl   
Sonntag, 29. November 2009

ImageWie berichtet, sollen aus der Schutzfläche des Naturparks Altmühltal 11 ha für den Steinabbau herausgenommen werden. Im Stadtrat gab es zu diesem Vorhaben drei Gegenstimmen und auch in der Bevölkerung sieht man das Großprojekt in Sachen Steinabbau teilweise ebenfalls kritisch, wie der nachfolgende Leserbrief zeigt.

Gravierende negative Auswirkungen
Wie vor einigen Wochen bereits öffentlich bekannt wurde, ist in unmittelbarer Ortsnähe von Rothenstein die Errichtung und der Betrieb eines Steinbruches durch die Firma SSW geplant.
Image
Wohin führt der Weg des Naturparks?
Dieser Steinbruch, für den 31 ha Wald geopfert werden sollen, bedeutet einen in unserem Gebiet in dieser Größenordnung noch nie da gewesenen Eingriff in die Natur und hat damit verbunden gravierende negative Auswirkungen auf die Landschaft und die Lebensqualität für uns Rothensteiner Bürger.

11 ha - also 1/3 der Abbaufläche - liegen sogar in der Schutzzone des Naturparks Altmühltal. Der Umweltausschuss hat leider die Herausnahme dieser Fläche aus der Schutzzone beschlossen. Die Argumentation der Befürworter war für mich als Zuhörer dieser Sitzung nicht nachvollziehbar. Es gibt genügend direkt angrenzende Flächen, die als Vorranggebiet für den Steinabbau ausgewiesen werden. Warum also die Schutzzone opfern?
Auch der vorhandene Steinbruch der Fa. Stiegler vergrößert sich permanent durch den Zukauf weiterer Abbauflächen.
Insgesamt ist Rothenstein mit einem späteren Steinbruchareal in einer Größenordnung bis zu ca. 80 ha Fläche in unmittelbarer Nähe der Ortschaft betroffen (das ist mehr als die dreifache Fläche des Hahnenkammsees).
Bei dem gesamten Genehmigungsverfahren des SSW kommt eindeutig eine Berücksichtigung der zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsbelastung zu kurz.
Im Antrag werden nur 30 LKW-An- und Abfahrten täglich angegeben. Nach den immensen Abbaumengen von 12,5 Mio. cbm sind aber täglich bis zu 150 LKW-An-und Abfahrten realistisch. Um das festzustellen, genügt ein simpler Taschenrechner!
Ich lehne daher das in der jetzigen Ausführung geplante Steinbruchprojekt entschieden ab!
Das Landratsamt als Genehmigungsbehörde macht es sich hier zu einfach. Die Daten des SSW sollten zumindest auf ihre Plausibilität geprüft werden, bevor man sie an das Staatl. Straßenbauamt zur Stellungnahme weitergibt. Eine Stellungnahme, die von solchen unrealistischen Zahlen ausgeht, muss ja zwangsläufig zu falschen Ergebnissen führen.
Es muss ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt werden. Für den vorhanden Stiegler-Bruch und den neuen Bruch der Fa. SSW mit sicherlich noch folgendem Schotterwerk muss die Verkehrsanbindung an die B13 im Zuge des Ausbaues der Rothensteiner Umgehung neu überarbeitet werden.
Alles andere ist Stückwerk, das für die Zukunft nur endlosen Ärger zwischen uns Rothensteinern, dem Landratsamt und den Betreibern hervorruft.


Karl-Heinz Riehl, Rothenstein   

[den Artikel, auf den sich der Leserbrief bezieht finden Sie hier ...]

 

 
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