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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

Freitag
23.Jun 2017
Neue Pflegemaßnahmen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Freitag, 13. März 2009

ImageErneut haben landschaftsgärtnerische Maßnahmen des städtischen Bauhofs zu divergenten Meinungen und zu Meinungsäußerungen in der Pappenheimer Öffentlichkeit geführt. Anordnung des Bürgermeisters beendete die Pflegearbeiten. Die Blütenhecke wird erst in Jahren wieder ihre Funktion erfüllen.
Nach Entfernen der Birken im Friedhof an der Galluskirche im November 2004, dem beseitigen aller sechs Bäume in der Südwestecke des Friedhofareals im Herbst 2007, sowie den Baumfällungen im Biotop am Papiermühlbach Anfang November 2007, hat der Städtische Bauhof nun erneut zu landschaftspflegerischen Maßnahmen gegriffen.
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Höchst unterschiedlich wurde es von den Pappenheimern bewertet, als man vonseiten des Bauhofs am letzten Freitag im Februar sowie am ersten Montag im März zur Motorsäge griff und die mehr als 100 m lange Blütenhecke, die sich entlang der Stadtparkstraße befindet, auf Stock setzte. Damit hat diese  Blütenhecke, so wird uns mitgeteilt, die aus mehr als 60 Einzelsträuchern besteht, über mehrere Jahre hinaus ihre wertvolle Funktion als Vogel-, Insekten, Lärm-, Verkehrs- und Sichtschutzhecke verloren.

Während die Maßnahme einerseits von einer Anwohnerin für gut geheißen wurde machten andere ihrer Entrüstung Luft. Missfallen hat die gärtnerische Aktivität auch dem diplomierten Forstmann Klaus Huschik, der als Stadtrat für die Grünanlagen zuständig ist und von der gestalterischen Maßnahme nicht informiert worden war. Seine Erkundigungen im Rathaus führten zu dem Ergebnis, dass man dort von dem Grünanlagen-Pflegeprojekt des städtischen Bauhofs auch nichts wusste. Das ist auch nicht erforderlich, denn wie am 21.Januar 2008 bei einer Besprechung im Städtischen Bauhof vom Werkleiter zu erfahren war, werden Baumfällungen, die sicherlich in engem sachlichen Zusammenhang mit „Entbuschungen“ gesehen werden können, vom Bauhof eigenverantwortlich durchgeführt. „Da brauchen wir niemanden zu fragen. Das entscheiden wir alles selber,“ erklärte der Werkleiter bei zustimmendem Nicken des damaligen Bürgermeisters. Diese Aussage wurde nun im Falle der Entbuschung der Stadtparkstraße erneut mit Leben erfüllt.
ImageDa ist es logische Konsequenz, dass auch der für Grünanlagen zuständige Sachbearbeiter im Pappenheimer Rathaus, auf unsere Nachfrage beteuerte, von dem gärtnerischen Eingriff im Vorfeld nichts gewusst zu haben. Für die Beantwortung weiterer Fragen verwies er an den Bürgermeister .

„Ich weiß bis jetzt nicht wer das angeordnet hat. Wegen vieler anderer vordringlicher Probleme hatte ich noch keine Zeit mich darum zu kümmern“ antwortete 1. Bürgermeister Uwe Sinn auf unsere Anfrage am Mittwoch,11. März, in der wir nach dem Auftraggeber der landschaftsgärtnerischen Maßnahmen gefragt hatten.
Allerdings hat der Bürgermeister, als er gegen Mittag des Aktionsmontags von Art und Umfang der Pflegemaßnahmen erfahren hatte, die Einstellung der weiteren Arbeiten verfügt, sodass Dank seiner Anordnung einige Büsche in der Grünanlage erhalten bleiben konnten. 

Unterschiedlichste Meinungen treten im Zusammenhang mit diesen Pflegemaßnahmen zutage. Während man einerseits der Meinung ist, dass die Büsche wieder wachsen und schöner werden als je zuvor, wird gerade das von anderer Seite in Zweifel gezogen.

ImageVon Fachleuten in Sachen Landschaftsgärtnerei wird davon ausgegangen, dass die abgeschnittenen Büsche entlang der Stadtparkstraße erst nach mehreren Jahren wieder so weit gewachsen sein werden, dass sie ihre vielfältigen Funktionen wieder in vollem Umfang übernehmen können. Besonders schade, so sagen die Fachleute, ist es um einen Kornelkirschbaum, einen wertvollen Frühjahrsblüher, der besonders lange brauchen wird, um sich zu erholen.

Viele Pappenheimer sind mit Klaus Huschik der Meinung, dass ein Ausschneiden, also ein fachmännischer Rückschnitt dem Erscheinungsbild und dem oben angeführten Nutzen der Blütenhecke und damit der gesamten Grünanlage unseres Fremdenverkehrs- und Luftkurortes zuträglicher gewesen wäre. Denn wenn einzelne Büsche zu tief, nämlich unterhalb der Veredelungsstelle abgeschnitten werden, kann der Busch nicht mehr in seiner ursprünglichen Pracht erblühen, sondern wächst sich zu einem besenartigen Gebilde aus.

 
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