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Der Skribent - Aktuelles aus Pappenheim

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Geschrieben von Pappenheimer Skribent   
Mittwoch, 11. Juni 2008

ImageMehr als 10.000 Erdkröten und Molche haben Pappenheimer Naturschützer in den Frühjahrsmonaten wieder sicher über die Straße gebracht. Erbe der Familie Schuwerk übernommen. Städtischer Bauhof errichtet Zaun. Image
Wenn es Frühjahr wird beginnen Kröten und Molche zu wandern. Von ihrem Winterquartieren ziehen sie in zu tausenden zu dem Gewässer wo sie selbst zur Welt gekommen sind. Quellbereich und der Papiermühlweiher sind so ein Gewässer, zu dem jedes Frühjahr viele Tausend der Amphibien wandern. Dabei ist die Straße in Richtung Übermatzhofen natürlich eine große Gefahr für dieses Tiere. Ruth und Herbert Schuwerk aus Übermatzhofen haben deshalb im Jahr 1992 damit begonnen sogenannte Krötenzäune zu errichten. An dieser etwa 40 cm hohen Barriere aus Kunststofffolie wandern die Kröten und Molche entlang und landen schließlich in Eimern, die im Boden versenkt sind.

Am frühen Morgen und am Abend werden die Tiere dann von freiwilligen Helfern sicher über die Straße gebracht. Wie Fritz Enderlein mitteilt, beteiligen sich in der Zeit von Anfang März bis Ende April Familie Bachmeier, Familie Regler, Familie Hennings, Frau Eberle, Frau Müller an der Rettungsaktion. Bei allen ehrenamtlichen Helfern möchte sich Fritz Enderlein recht herzlich bedanken. ImageSein Dank gilt auch den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes, und der Stadt Pappenheim für den Bau des Krötenzaunes.

„Es gibt Abende an denen mehr als 2.000 Tiere über die Straße zu bringen sind“ teilt Fritz Enderlein mit. Diese Arbeit nimmt dann etwa drei Stunden in Anspruch. Denn die Tiere werden auch sortiert und gezählt. Dabei lässt sich feststellen, dass es in der Anfangszeit jährlich weniger als 5.000 Amphibien waren die ihren Laichplatz näher gebracht wurden. Seit dem Jahr 1999 ist diese Zahl auf ein Jahreskontingent von deutlich über 10.000 Tieren angestiegen, wie aus der Statistik weiter unter abgelesen werden kann. Mit dieser Maßnahme soll die Population der Erdkröten sowie Berg- und Teichmolche erhalten werden, die ohne Krötenzaun in der Dunkelheit des Abends und der Morgenstunden ohne die Erwähnten Helfer zu tausenden zwischen dem Asphalt der Straße und den Rädern der vorüberfahrenden Fahrzeuge den Tod finden würden.
Wussten Sie übrigens, dass die Helfer mit ihrer alljährlichen Aktion ein Gebiet betreuen in dem es bayernweit die größte Population von an Berg- und Teichmolchen gibt.

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